Hier das Spielbericht aus meiner Sicht. Das heißt es wird nicht viel mit einer Spielbeschreibung. Wir Hakler verbringen nämlich recht viele Zeit ganz unten in Körperhaufen. Dort fange ich am besten an. Im Gegensatz zu letzter Woche waren die Rucks keine gefährliche Orte. Der HRC hat nämlich schon immer sehr fair gespielt (die gelben Karten, die sie am Sonntag erhalten haben waren eher wegen (Über)Enthusiasmus als Tücke) dafür aber sehr kontrolliert im Stürm. Kein BSV Stürmer wird vergessen, wie sie uns im letzten Jahr 20 Meter zu einem Versuch auf unserem Platz zurück geschoben haben. Dafür waren wir im Frühling in einem offenen Spiel überlegen. Mit solchen Erinnerungen im Kopf haben Tom und ich vor dem Spiel unsere Taktik besprochen. Trainer Marek war leider krank, sein Gameplan ist aber flexibel und wir haben den für ein schnelles Spiel eingestellt.
Und so haben wir gespielt. Schnell aber kontrolliert. Nur Thibaud hat in unserer Hälfte gespielt (und wer will das verbieten? French flair fängt immer in der eigenen Hälfte an) ansonsten haben wir durch langen Kicks das Spiel in die Häfle der Hamburger verlagert und von dort aus sind wir mit schnellen Rucks und Durchbrüchen von unserem laufstarken Innenpaar Chelo und Kaaweh nach vorne gekommen. Und so kamen wir zum ersten Versuch. Ich habe ihn zwar nicht gesehen, habe aber von einer guten Quelle, daß Niko ihn gemacht hat.
Danach kamen Kaaweh und Chelo immer mehr ins Spiel. Die Jungs haben mit jedem Angriff Meter gemacht und nach einem typischen Durchbruch von Chelo kam der zweite Versuch. Chelo lief durch die Verteidigungslinie der Hamburger und ist gut 15 meter gesprintet als er eine Schere mit Thibaud gemacht hat. Die Hamburger Verteidiger liefen alle volle Pulle Richtung Thibaud. Ich habe einen Innenpass verlangt, die Verteidiger waren damit wrongfooted* und ich durfte unter die Stangen laufen. Mit der Erhöhung erreichten wir den Zwischenstand, 12-0.
Was mich in der 2. Halbzeit gefreut hat, war die Kontrolle. Mit den letzten zwei Angriffen hat der HRC zwei riesigen Chancen, Versuche zu machen, aber das Spiel war schon gelaufen. Wir haben Hamburg unter Druck gesetzt, den Ball erobert und mit Geduld gespielt. Hier ein besonderes Lob an die dritte Reihe und unsere 10-12-13 Achse (und Franz, der nach jedem Kick blitzschnell bei seinem Gegenüber war ), die verteidigt haben, wie wir letzte Woche auch hätten verteidigen müssen**. Unsere Geduld wurde nach einer Stunde durch einen dritten Versuch belohnt. Nach einer Gasse haben wir mehrere schnelle Phasen ausgeübt, teilweise nach Poppässen, teilweise pick-n-go, bis wir uns direkt an der Hamburger Linie befanden. Ich war hinten im Ruck, habe ein klares Kommando von Julian gehört und der Ball ging durch die Hände zu Niko, der trotz der Nummer 3 auf seinem Rücken in der Dreiviertelreihe mit den Mädels war, zum Versuch.
Die Gebrüder Schwaier, die bisher in dieser Saison einen rühmlichen Job mit den Wasserflaschen geleistet haben, durften dann auch zum Einsatz kommen. Beide haben sicherlich sehr viel zum Sieg beigetragen aber wie gesagt, ich verbringe ja meine Zeit unter Körperhaufen.
Der BSV steht im Viertelfinale - gut gemacht Jungs!
* son geiles Wort wird nicht übersetzt
** Aber jede gute Mannschaft lernt von ihren Fehlern.
Die Mannschaft
- Dirk
- Justin
- Niko
- Christian
- Brian
- Tom
- Lucas
- JP
- Julien
- Julian
- Chelo
- Kaaweh
- Franz
- Thibaud
- Frodo
- Stefan
- Gerrick
- Thomas
- Martin
Spieler des Tages: Dass ein Kampf ein fliessendes Spiel wird, ist davon abhängig wie schnell, mobil und aggressiv die dritte Reihe ist und zwar besonders die Nummer 7. Lucas war überall in der Verteidigung und hat mehrmals eine schnelle Balleroberung ermöglicht. Immer wieder war er der erste Mann zum Tackle oder der erste Mann zum Ruck. In seinem besten Auftritt im BSV Trikot war er auch der beste Mann auf dem Platz. Weiter so!



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